Spezialambulanzen

Innerhalb unserer Spezialambulanzen betreuen wir Patienten mit spezifischen Erkrankungen. Termine vergeben wir ausschließlich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. Wir bieten folgende Spezialambulanzen an:

Die Privatsprechstunde bieten wir Ihnen mittwochnachmittags an. Die Sprechstundenanmeldung erfolgt über Christel Sielaff, Chefsekretärin von Prof. Dr. med. Christian Perings.

Für die Pulmonale Hypertonie verfügt die Medizinische Klinik I über eine ASV-Spezialambulanz nach § 116b SGB V für die Diagnostik und Therapie. Diese Spezialambulanz wird montags, dienstags, donnerstags und freitags in unserer Klinik angeboten. Die Sprechstundenanmeldung erfolgt über Silke Schaffrin im Sekretariat der Medizinischen Klinik I.

Informationen ASV Pulmonale Hypertonie zum Download

ASV Tuberkulose und atypische Mykobakteriose

Seit August 2020 besteht die Möglichkeit, Patienten mit einer Tuberkuloseerkrankung oder einer atypischen Mykobakteriose ambulant im Rahmen der Ambulanten Spezialärztlichen Versorgung (ASV) bei uns im Klinikum Lünen zu betreuen.
Die Tuberkuloseerkrankungen haben in den letzten Jahren auch in Deutschland wieder zugenommen. Dabei stellen insbesondere Erkrankungen mit multiresistenten Erregern eine große Herausforderung dar.
Neben den klassischen Lungentuberkulosen sehen wir zunehmend auch andere Organtuberkulosen mit teilweise langwierigen und komplikativen Verläufen, bei denen auch andere, nicht-pneumologische, Fachbereiche in der Mitbetreuung nötig sind. Eine Koordination und rasche Durchführung der erforderlichen Untersuchungen ist durch das breite Leistungsspektrum der im Klinikum ansässigen Fachbereiche möglich.
Auch im Bereich der atypischen Mykobakterien haben wir vor allem bei schwer vorerkrankten Patienten einen Anstieg der Erkrankungen beobachten müssen. Die Diagnose, Indikationsstellung zur Therapie und die Steuerung der Therapie ist oft sehr schwierig. Aufgrund der langen Therapiedauer und gegebenenfalls vorliegender Resistenzsituationen erfordert das Erstellen eines Therapieregimes Erfahrung im Umgang mit atypischen Mykobakteriosen.

Die ASV-Tuberkulose und atypische Mykobakteriose ist auch Anlaufstelle für Fragen von niedergelassenen Kollegen und kann die Möglichkeit zur Mitbehandlung von Patienten mit  Mykobakteriosen bieten, die bislang nicht am Klinikum ambulant betreut werden konnten.

Die Arrhythmieambulanz führen wir Dienstagnachmittag durch.

Die Schrittmacher- und Defibrillatorambulanz findet Mittwoch und Donnerstag statt.

Die Spezial Sprechstunde für herzinsuffiziente Patienten im Rahmen der Behandlung als "Herzinsuffizienz-Schwerpunktklinik" (HFU) findet am Donnerstag statt.

Blackout Unit

Das Blackout Unit der Medizinischen Klinik I widmet sich strukturellen Herzerkrankungen, wie Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen. Ein häufiges Erscheinungsbild derartiger Störungen ist die Synkope, auch Kreislaufkollaps genannt, ein vorübergehender Bewusstseinsverlust charakterisiert durch rasches Einsetzen, kurze Dauer und spontane, vollständige Erholung.

Synkopen treten in der Allgemeinbevölkerung nicht selten auf, doch nur eine Minderheit dieser betroffenen Personen nimmt medizinische Hilfe in Anspruch. Jährlich erleiden immerhin 6 % aller älteren Menschen eine Synkope, es sind jedoch auch junge Menschen betroffen. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmloser Natur. Bei kardiovaskulären Erkrankung ist es jedoch die zweithäufigste Ursache und ein Hauptrisikofaktor für den plötzlichen Herztod bei Patienten mit Synkopen. Zudem haben wiederholt auftretende Kollapszustände auch ernste Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Durch ein strukturiertes Untersuchungsprogramm mit zeitnaher Diagnostik können wir binnen weniger Tage ernste Herzerkrankungen sowohl ausschließen als auch nachweisen. Das bedeutet, das sich bei einer „harmlosen“ Synkope der Krankenhausaufenthalt verkürzt; Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen hingegen können rasch einer spezifischen Therapie zugeführt werden.

Am Aufnahmetag beginnen wir mit einer eingehenden Untersuchung, um die Ursache der Herzerkrankung abzuklären. Diese umfasst:

    - Sorgfältige Anamnese (Krankheitsvorgeschichte)
    - Körperliche Untersuchung inklusive Blutdruckmessung
    - 12-Kanal-EKG
    - Sofortiges Monitoring bei Verdacht auf eine Synkope, die durch einen
      fehlerhaften Herzrhythmus bedingt ist

Am nachfolgenden Tag wird dann zunächst eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und ein Belastungs-EKG durchgeführt, zudem legen wir ein Langzeit-EKG an. Außerdem besteht die Möglichkeit einer sogenannten Kipptischuntersuchung als Orthostasetest (Test zur Reaktion des Blutdruckes beim Kippen von der waagerechten in die senkrechte Körperposition). Parallel können bei den Herzerkrankungen mittels Labordiagnostik und neurologisch konsiliarischer Vorstellung die Differenzialdiagnosen abgeklärt werden.

Je nach Untersuchungsergebnis besteht in unserer Klinik die Möglichkeit, die Patienten einer invasiven kardiologischen Diagnostik, wie der Koronarangiografie oder einer elektrophysiologischen Untersuchung, zuzuführen.

Sollte die Ursache der Synkope dennoch ungeklärt bleiben, haben wir unterschiedliche Systeme des EKG-Monitorings, um unsere Patienten auch im häuslichen Umfeld beobachten zu können.

Dies reicht von speziellen Langzeit-EKGs, die der Patient zu Hause über mehrere Tage trägt, bis hin zu sogenannten Rhythmuskarten, die der Patient auflegen kann, wenn er Herzrhythmusstörungen verspürt.

In Einzelfällen ist es sogar möglich, einen kleinen EKG-Speicher unter die Haut zu implantieren, der dort für zwei Jahre verbleiben kann. Hierbei werden sämtliche implantierte Geräte kontinuierlich telemetrisch von zu Hause überwacht und sind MRT-fähig.

Kontakt
Sekretariat der Medizinischen Klinik I
Telefon: 02306 / 77-2353
Telefax: 02306 / 77-2335
E-Mail: m1@klinikum-luenen.de