Ethische Einzelfallbesprechung

Wenn in einem konkreten Fall in der ethischen Beurteilung des weiteren Vorgehens Unsicherheit oder Uneinigkeit bestehen, haben sowohl die Mitglieder des Behandlungsteams als auch Angehörige die Möglichkeit, eine ethische Einzelfallbesprechung zu beantragen.

Daran sollen möglichst alle teilnehmen, die an der Behandlung und Betreuung des betroffenen Patienten direkt beteiligt sind, neben dem behandelnden Arzt, der betreuenden Pflegekraft und Angehörigen also z.B. auch Vertreter der therapeutischen und psychosozialen Dienste.

Moderiert wird ein solches Gespräch von zwei oder drei Mitgliedern des Ethik-Komitees.

Ort ist die betroffene Station. Das Gespräch kann binnen 24 Stunden nach Anfrage stattfinden.

Ziel ist ein von möglichst allen beteiligten gemeinsam getragenes Vorgehen. Die Letztverantwortung des behandelnden Arztes bleibt allerdings vom Ergebnis eines solchen Gesprächs genauso unberührt wie das Selbstbestimmungsrecht des Patienten.