Spezialambulanzen

Innerhalb unserer Spezialambulanzen betreuen wir Patienten mit spezifischen Erkrankungen. Termine vergeben wir ausschließlich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. Wir bieten folgende Spezialambulanzen an:

Die Privatsprechstunde bieten wir Ihnen mittwochnachmittags an. Die Sprechstundenanmeldung erfolgt über Christel Sielaff, Chefsekretärin von Prof. Dr. med. Christian Perings.

Für die Pulmonale Hypertonie verfügt die Medizinische Klinik I über eine Ermächtigung nach § 116b SGB V für die Diagnostik und Therapie. Diese Spezialambulanz wird montags, dienstags und freitags in unserer Klinik angeboten. Die Sprechstundenanmeldung erfolgt das Sekretariat der Medizinischen Klinik I.

Unser Informationsflyer zur pulmonalen Hypertonie (Ermächtigung nach § 116b SGB V) steht für Sie als PDF-Download bereit

Die Arrhythmieambulanz führen wir Dienstagnachmittag durch.

Die Schrittmacher- und Defibrillatorambulanz findet Mittwoch und Donnerstag statt.

 

Blackout Unit

Das Blackout Unit der Medizinischen Klinik I widmet sich strukturellen Herzerkrankungen, wie Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen. Ein häufiges Erscheinungsbild derartiger Störungen ist die Synkope, auch Kreislaufkollaps genannt, ein vorübergehender Bewusstseinsverlust charakterisiert durch rasches Einsetzen, kurze Dauer und spontane, vollständige Erholung.

Synkopen treten in der Allgemeinbevölkerung nicht selten auf, doch nur eine Minderheit dieser betroffenen Personen nimmt medizinische Hilfe in Anspruch. Jährlich erleiden immerhin 6 % aller älteren Menschen eine Synkope, es sind jedoch auch junge Menschen betroffen. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmloser Natur. Bei kardiovaskulären Erkrankung ist es jedoch die zweithäufigste Ursache und ein Hauptrisikofaktor für den plötzlichen Herztod bei Patienten mit Synkopen. Zudem haben wiederholt auftretende Kollapszustände auch ernste Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Durch ein strukturiertes Untersuchungsprogramm mit zeitnaher Diagnostik können wir binnen weniger Tage ernste Herzerkrankungen sowohl ausschließen als auch nachweisen. Das bedeutet, das sich bei einer „harmlosen“ Synkope der Krankenhausaufenthalt verkürzt; Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen hingegen können rasch einer spezifischen Therapie zugeführt werden.

Am Aufnahmetag beginnen wir mit einer eingehenden Untersuchung, um die Ursache der Herzerkrankung abzuklären. Diese umfasst:

    - Sorgfältige Anamnese (Krankheitsvorgeschichte)
    - Körperliche Untersuchung inklusive Blutdruckmessung
    - 12-Kanal-EKG
    - Sofortiges Monitoring bei Verdacht auf eine Synkope, die durch einen
      fehlerhaften Herzrhythmus bedingt ist

Am nachfolgenden Tag wird dann zunächst eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und ein Belastungs-EKG durchgeführt, zudem legen wir ein Langzeit-EKG an. Außerdem besteht die Möglichkeit einer sogenannten Kipptischuntersuchung als Orthostasetest (Test zur Reaktion des Blutdruckes beim Kippen von der waagerechten in die senkrechte Körperposition). Parallel können bei den Herzerkrankungen mittels Labordiagnostik und neurologisch konsiliarischer Vorstellung die Differenzialdiagnosen abgeklärt werden.

Je nach Untersuchungsergebnis besteht in unserer Klinik die Möglichkeit, die Patienten einer invasiven kardiologischen Diagnostik, wie der Koronarangiografie oder einer elektrophysiologischen Untersuchung, zuzuführen.

Sollte die Ursache der Synkope dennoch ungeklärt bleiben, haben wir unterschiedliche Systeme des EKG-Monitorings, um unsere Patienten auch im häuslichen Umfeld beobachten zu können.

Dies reicht von speziellen Langzeit-EKGs, die der Patient zu Hause über mehrere Tage trägt, bis hin zu sogenannten Rhythmuskarten, die der Patient auflegen kann, wenn er Herzrhythmusstörungen verspürt.

In Einzelfällen ist es sogar möglich, einen kleinen EKG-Speicher unter die Haut zu implantieren, der dort für zwei Jahre verbleiben kann. Hierbei werden sämtliche implantierte Geräte kontinuierlich telemetrisch von zu Hause überwacht und sind MRT-fähig.

Kontakt

Christel Sielaff
Sekretariat der Medizinischen Klinik I
Telefon: 02306 / 77-2353
Telefax: 02306 / 77-2335
E-Mail: m1@klinikum-luenen.de