Heart-Failure Unit

Willkommen auf der Homepage der Heart-Failure Unit der Medizinischen Klinik I

Die kardiologische Abteilung des Klinikums Lünen konnte im März 2019 mit der Zertifizierung als „Herzinsuffizienz-Schwerpunktklinik“ die hohe Expertise in der Behandlung herzinsuffizienter Patienten nachweisen. 

Die Gutachter der Fachgesellschaften der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) überzeugten sich im Rahmen der Zertifizierung von den etablierten Standards in der Versorgung herzinsuffizienter Patienten. Besonders positiv hervorgehoben, wurde die außergewöhnlich gute interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Klinikums, die gelebte Kooperation mit dem „Überregionalen Herzinsuffizienzzentrum“ des Universitätsklinikums in Essen und die ausgesprochen gute Möglichkeit, Patienten über das sich ebenfalls in Lünen ansässige „Westdeutsche Zentrum für angewandte Telemedizin“ mittels Fernüberwachung nachzubetreuen. 

Was ist eine Herzinsuffizienz?

Bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist das Herz aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Menge an Blut durch den Körper zu pumpen, um die Organe mit Sauerstoff zu versorgen. Es wird eine neuaufgetretene von einer akuten Verschlechterung einer vorbeschriebenen chronischen Herzinsuffizienz unterschieden. Deutschlandweit ist die Diagnose „Herzinsuffizienz“ die häufigste zur Krankenhausaufnahme führende Gesundheitsstörung.

Was sind typische Symptome einer chronischen Herzinsuffizienz?

Typische Symptome einer chronischen Herzinsuffizienz sind insbesondere bei Belastung auftretende Luftnot, Ödeme, also Wassereinlagerungen in den Unterschenkeln oder sogar in der Lunge, sowie eine schnelle Erschöpfung mit verlängerter Erholungszeit.

Wie wird eine Herzinsuffizienz diagnostiziert?

Am Anfang der Diagnosestellung einer Herzschwäche steht die ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung des Patienten, um mögliche Symptome und Auslöser einer Herzinsuffizienz zu eruieren. Ergänzt wird dies durch ein Elektrokardiogramm (EKG), sowie spezielle Blutuntersuchungen, mit denen der Arzt Hinweise auf das Vorliegen und die Ursache einer Herzinsuffizienz finden kann. 

Die eigentliche Diagnosestellung erfolgt dann mittels Echokardiographie, also einer Herzultraschalluntersuchung. Mit der Echokardiographie lassen sich die Herzleistung (Ejektionsfraktion), Erkrankungen der Herzklappen (Vitien) oder regionale Bewegungsstörungen des Herzmuskels verifizieren. Die weiterführende Diagnostik erfolgt dann in Abhängigkeit der erbrachten Befunde.

Wie wird die Herzinsuffizienz behandelt?

Die Behandlung herzinsuffizienter Patienten beinhaltet neben der medikamentösen Therapie auch die Versorgung mittels spezieller Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme, Revaskularisierungsmaßnahmen mittels Herzkatheter und die umfassende Versorgung komplexer Herzrhythmusstörungen.

Was ist das „Ruhr-HF NET“?

Die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzschwäche erfordert eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Einrichtungen. Hierfür bilden das Westdeutsche Herzzentrum der Universitätsklinik in Essen und das Klinikum in Lünen das Herzinsuffizienznetzwerk „Ruhr-HF-Net“. Durch diese Kooperation ist eine Maximalversorgung herzinsuffizienter Patienten bis hin zur Implantation von linksventrikulären Unterstützungssystemen und der Herztransplantation in Essen möglich.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Ch. Perings
Leitung der Heart-Failure Unit

Dr. med. Jan-Niclas Strickling
HFU Koordinator

herzinsuffizienz@klinikum-luenen.de